Leipzig im Jahr 2007. Sie ist die gute Seele des Krankenhauses. Sie steht denen bei, die in ihren letzten Stunden nicht allein sein sollen. Jeder, der die junge Frau am Bett eines Sterbenden wachen sieht, wird sie für einen Engel halten. Denn niemand weiß, wer sie wirklich ist … Jung sein, schön, gesund – und das bis in alle Ewigkeit: Was sich für viele nach einem Traum anhört, ist für Sia schon vor langer Zeit zum Fluch geworden. Sie sehnt sich nur nach einem: einschlafen und nie wieder aufwachen müssen. Doch das darf sie nicht. Zu groß ist die Schuld, die Sia auf sich geladen hat, zu groß die Verantwortung, die sie gegenüber der Menschheit trägt. Um den Schmerz zu lindern, schreibt Sia in einer langen, einsamen Nacht ihre Geschichte nieder. Sie beginnt 1670 und erzählt von einem kleinen Mädchen, das in die dunklen Machenschaften der »Kinder des Judas« verwickelt wurde, jenes mächtigen Bündnisses von Wissenschaftlern – und Vampiren! (amazon)
Mein erster Heitz und direkt ein Volltreffer! Vor allen Dingen ist „Kinder des Judas“ mal ein ganz anderer Vampirroman, der eher an den Ursprung der Vampirlegenden zurückgeht, und dass auch örtlich gesehen.
Das Buch selbst ist in zwei Handlungsstränge aufgeteilt. Der eine spielt im Jahr 2007 in Leipzig und dreht sich um Sia, der zweite im Serbien des 17. Jahrhunderts und dreht sich um Jitka/Scylla.
Überwiegend herrscht eine düstere Stimmung. Der Leser weiß eigentlich sofort, dass mit Sia etwas nicht stimmt und ihre merkwürdigen Hobbies geben noch den Rest dazu. Auch Jitka, die sich später in Scylla umbenennt, ist in dunkle Machenschaften verstrickt, von der sie selbst aber bis ca. zur Hälfte des Buches selbst nichts weiß. Ahnungslos lebt sie mit ihrem Vater in einer alten Mühle, erhält von diesem eine wissenschaftliche Ausbildung und seziert Leichen.
Später werden beide Handlungsstränge zusammengeführt. Mein Verdacht, den ich von Anfang an hegte, wurde an dieser Stelle auch bestätigt. Überhaupt wurde mir das Buch mit der Zeit etwas zu durchsichtig. Die letzen 150 Seiten hätte Heitz sich meiner Meinung auch sparen können, das waren unnötige Längen.
Insgesamt ein gutes Buch, dass durch „lebendige“ Charaktere besticht und guten Schreibstil besticht. Außerdem hat mir gut gefallen, dass es nicht so eine typische Vampirgeschichte ist, wie man sie aus etlichen anderen Romanen kennt. Das Bild des Vampirs wird nicht verklärt, sie werden gezeigt, als das was sie sind: als blutdurstig und Ausgeburten der Hölle.
Leichte Abzüge gibt es durch die unnötigen Längen, außerdem fand ich die Handlung um Scylla deutlich spannender als die um Sia. „Judassohn“ werde ich mir aber auch auf jeden Fall zulegen!
4 von 5 Sternen
Dies ist also nun die Fortsetzung zum ersten Black Dagger Roman “Nachtjagd”. Die Geschichte setzt genau dort an, wo sie in “Nachtjagd” geendet hat. Beth vollzieht ihre Transition (Wandlung zum Vampir) und wird die Shellan (Frau) des Vampirkönigs Wrath. Natürlich geraten sie und die Bruderschaft der Black Dagger dadurch in Gefahr, denn der Feind befindet sich auch in den eigenen Reihen…
Also, ich habe mich jetzt auch endlich mal dazu durchgerungen dieses Buch zu lesen. Im Moment bin ich eher noch zwiegespalten, was die Bewertung betrifft