Steven Lukas, ein Antiquar aus München, findet in seinen Regalen ein ihm unbekanntes altes Buch. Schon bald merkt er, dass es sich dabei um das Tagebuch eines engen Vertrauten von Ludwig II. handelt, den Assistenten des königlichen Leibarztes Max Schleiß von Loewenfeld. Das über hundert Jahre alte Buch ist in einer geheimen Kurzschrift verfasst, die Lukas nur Stück für Stück entziffern kann. Der ungeheuerliche Fund könnte die wahren Umstände des Todes von Ludwig II. verraten! Doch offenbar haben verschiedene Parteien ein Interesse daran, die Veröffentlichung des Tagebuchs zu verhindern. Und ein Fanatiker geht dabei über Leichen. Gemeinsam mit der Kunstdetektivin Sara Lengfeld gelingt es Lukas, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen – eine Rätselreise, die die beiden zu sämtlichen Schlössern des Märchenkönigs führt. (amazon)
Die Geschichte beginnt bereits spannend mit dem Mord an Professor Paul Liebermann. Dieser wird von „seiner Majestät“ geradezu hingerichtet. Was dieser Mord mit dem Antiquar Steven Lukas zu tun hat, weiß der Leser zunächst nicht. Lukas findet ein altes und überaus brisantes Tagebuch zwischen seinen Büchern und muss schon bald feststellen, dass es einige Parteien gibt, die mit jedem Mittel dieses Büchlein in ihre Gewalt bringen möchten.
Die Story nimmt die ein oder andere überraschende Wendung, der Leser begleitet Steven Lukas und Sara Lengfeld auf ihrer Reise zu den Märchenschlössern Königs Ludwigs II. bevor die Story ihrer Höhepunkt in einen spektakulären, zum Teil jedoch auch sehr übertriebenen Showdown nimmt. Neben dem Handlungsstrang um Steven Lukas wird der Inhalt das Tagebuch, geschrieben von Theodor Marot, entschlüsselt. Dieser ständige Wechsel hat mir sehr gut gefallen und steigert die Spannung nochmals, da es der Autor natürlich auch nicht versäumt hat die Kapitel an den passenden Stellen zu beenden.
Trotz des zum Teil wirklich unrealistischen Glücks der Protagonisten ist das Buch richtig spannend geschrieben, wird mir aber jetzt auch nicht als „das Buch des Jahres“ in Erinnerung bleiben. Gut gefallen hat mir auch die Auflistung der Personen ganz zu Anfang, sowie die Landkarten und Grundrisse der Schlösser Ludwigs II. Dadurch kann man als Leser die häufig wechselnden Handlungsorte gut verfolgen. Alles in allem auf jeden Fall lesenswert!
4 von 5 Sternen